29.01.2008, Dienstag
Kommentar
Theaterkritik:
„Songs from a room“ im Schauspielhaus. Wenn
ich einen Tipp geben darf: geht dort keinesfalls hin! Das war so
grottenschlecht! Mal wieder ein Ärgernis der höchsten
Güteklasse. Das erste mal, dass ich am Ende ein „Buh“ rufen
musste.
Ich frage mich mittlerweile, ob das Schauspielhaus keine
guten Darsteller mehr finden möchte, ob es kein ernsthafter
Schauspieler mehr riskieren möchte, mit diese (ehemals
renommierten) Bühne in Verbindung gebracht zu werden. Heute
Abend standen ein paar Leute auf der Bühne, die weder
Schauspielern noch Singen konnten. Die Hauptdarstellerin (welche eine
Beleidigung für das Wort) Hedi Kriegeskotte war eine affektierte
Provinzbühnen-Schabracke, die wohl zu viel Komödienstadl
gesehen hat. Wenn sie angefangen hat zu singen, habe ich mir
gewünscht, nicht nur die Brille, sondern auch die Ohren abnehmen
zu können. Der Hauptdarsteller (sorry, s.o.) Jörn Knebel so
lust- und talentlos, das grenzte an Arbeitsverweigerung. Das restlich
Volk dort oben einer Erwähnung nicht wert, wenn sie nicht dort
oben gestanden hätten, um Leonard Cohen Songs zu quälen.
Denn
das war das eigentliche Thema des Abends: ein Stück zur Musik
von Leonard Cohen. Aber es wurden lediglich zu einer brutalsmöglich
platten Stück ein paar Lieder ideenlos aneinandergereiht bzw.
verhunzt. Mehr nicht. Im vorletzten Lied wurde es auf den Nenner
gebracht: „I did my best, it was not much.“ Traurig, aber wahr.
Keine Ahnung was dem Autor (nächste Beleidigung eines
angesehenen Wortes) und Regisseur (war er wirkllich jemals bei den
Proben dabei?) Thomas Matschoß bei der ganzen Sachen durch den
Kopf ging. Wahrscheinlich einfach nur – Leere ...