21.01.2008, Montag
Kommentar

Ich muss ein Geständnis machen: ich schlafe gern! Besonders zu dieser Jahreszeit. Wenn ich mich morgens aus dem Bett gequält habe, nachdem dieser Zeitpunkt immer weiter verschoben wurde, schaue ich sehnsüchtig die Bettdecke an & würde mich am liebsten wieder darunter wohlig zusammenrollen, meinen Kopf in das Kissen graben & die Decke bis unter das Kinn ziehen. Es ist kalt in meinem Schlafzimmer, denn nachts ist das Fenster auf Kipp geöffnet. Aber unter der Decke ist es warm. Aber dann muss ich doch davon Abschied nehmen, erfreue mich jedoch bereits daran, abends meine müden Glieder wieder auf die Matratze zu legen. Vorab gibt es noch ein Ritual mit der Katze Paula zu bewältigen, die meist schon lange vor mir sich dort zur Ruhe begeben hat & genüsslich lang ausgestreckt die Bettdecke okkupiert. Dann muss ich drängeln & schubsen, was sie mit Gemecker quittiert, sich dann aber doch erhebt, mich in den vorgewärmten Bereich schlüpfen lässt & sich anschließend schnurrend bei mir anlehnt. Während ich noch ein paar Seiten in einem Buch lese, krault die linke Hand ihr Fell, bis die Augenlider schwer werden, ich das Licht lösche & mich von ihrem Geschnurre begleitet dem Schlaf überlasse. Glückliche Momente!

Schlafen (Friedrich Hebbel)

Schlafen, schlafen, nichts als schlafen!
Kein Erwachen, keinen Traum!
Jener Wehen, die mich trafen
leisestes Erinnern kaum,
dass ich, wenn des Lebens Fülle
nieder klingt in meinen Ruh',
nur noch tiefer mich verhülle,
fester zu die Augen tu'!